Prozess

Der Kiez verändert sich, das birgt Gefahren für uns alle, aber auch Möglichkeiten.

Verdrängung, Gewalt, Vermüllung, Missverständnis. Niemand will eine Simon-Dach-Straße im Schillerkiez.

Schillernder Kiez ist zwar ein Projekt initiiert und gefördert durch das QM und den Bezirk etc. Wir wollen aber einen Prozess von-unten-nach-oben anstoßen. Denn eines ist klar: Wenn keiner was macht, wenn wir uns nicht zusammenschließen, dann werden die Veränderungen wohl kaum in unserem Interesse sein.

Unsere Mission: Öffentlichen Raum nachbarschaftlich gestalten

Um das nachhaltig zu tun, bedarf es einer Prozess-orientierung, die mehr Selbstbestimmung und Selbstorganisation ermöglicht.

Deshalb haben wir uns den folgenden Prozess in 5 Schritten überlegt:

  1. Visionsfindung
  2. Manifest schreiben
  3. Aufruf nach Projektideen
  4. Entscheidungsrunde
  5. Kiez Projekt Inkubator (K.P.I.)

1 Visionsfindung

Warum ist eine Vision so wichtig für Veränderungsprozesse? Weil unsere Visionen der Treibstoff sind der uns antreibt.

Und was ist eine gemeinsame Vision?

“Auf ihrer einfachsten Ebene ist eine Vision die Antwort auf die Frage: “Was wollen wir erschaffen?” So wie persönliche Visionen Bilder oder Vorstellungen sind, die Menschen in ihren Köpfen und Herzen tragen, sind auch gemeinsame Visionen Bilder, die von allen Mitgliedern einer Organisation geteilt werden. Sie erzeugen ein Gefühl von Gemeinschaft, das die Organisation durchdringt und die unterschiedlichsten Aktionen zusammenhält.” P.M.Senge

Daher ist es so wichtig eine gemeinsame Vision zu entwickeln, die unser gemeinsames Handeln leitet und uns Orientierung schenkt.

Methode: Wir wollen so viele Menschen aus dem Kiez wie möglich befragen. Dieses Jahr haben wir uns den Meilenstein von 100 individuellen Visionen gesetzt. Nächstes Jahr wollen wir 1000. Je mehr Menschen davon wissen umso mehr können wir auch befragen. Insgesamt wohnen im Schillerkiez mehr als 22.000 Menschen.

2 Manifesto

Die Gemeinsame Vision definiert die Grundwerte & Prinzipien unserer idealen Gemeinschaft von Morgen. Aber der Weg dahin ist lang. Und damit man auf dem richtigen Weg bleibt braucht es erfüllbare Ziele die den Weg ebnen. Das Manifest ist der Beschluss der kurz-, mittel- und langfristige Ziele auf unserem Weg zur Vision. Sie dient auch dem öffentlichen Ausruf dieser Werte und Zielen.

3 Aufruf nach Projektideen

Ab März sammeln wir Projektideen für den Kiez. Wir haben an einem Einseitigen Bewerbungsformular gebastelt, welches die wichtigsten Eckdaten der Idee festhält, sodass im folgenden Schritt darüber entscheiden werden kann.

Projekte werden mit bis zu 500 Euro direkt gefördert. Es bestehen aber noch weitere Unterstützungsformate, wie zum Beispiel Beratung und Training (s. Schritt 5: K.P.I.).

4 Entscheidungsrunde

Selbstorganisiert und selbstbestimmt, das sind hier die Schlüsselwörter. Wie wollen wir miteinander reden und debattieren? Welche Regeln wollen wir für uns festlegen? Damit beschäftigt sich der erste Teil dieser Entscheidungsrunde. Der 2. Teil beschäftigt sich mit den vorgestellten Projektideen. Welche Projektideen wollen wir unterstützen?

5 Kiez Projekt Inkubator

Die ausgewählten Projekte erhalten Unterstützung von #schk. Entweder in Form direkter Hilfe bei der Durchführung und Finanzierung, oder über Beratung und Finanzierung. Oder dadurch dass die durchführenden Teams an einer 3-teiligen kostenlosen Workshopreihe teilnehmen können, die sich folgendermaßen aufteilt:

  1. Konzeptrunde: Erfüllt die ursprüngliche Idee die gewünschten Ergebnisse. Wir bauen ein Logik-Modell, um die notwendigen Maßnahmen und Maßstäbe zu erkennen. Wie kann der Erfolg dokumentiert und gemessen werden?
  2. Planungsrunde: Nach dem ersten schritt, planen wir nun die einzelnen Maßnahmen. Welche Arbeitsschritte sind dafür notwendig? Welche Ressourcen werden wann wo und wie benötigt?
  3. Fundraisingrunde: Hier schauen wir uns die Fördermöglichkeiten an und schreiben ein paar Förderanträge.