Abschluss der ersten Phase

In der ersten Phase von #schk wollten wir uns kennenlernen, die Bedarfe und Potentiale definieren und die Basis schaffen für eine zukünftige gemeinsame Zusammenarbeit.

Wir haben Initiativen, Organisationen und Bewohner eingeladen an unseren runden und bunten Tischen teilzunehmen, die seit Oktober 2018 (circa) monatlich stattfanden. (“rund”, weil sie allen gleiches Recht einräumen und “bunt”, weil sie für jeden offen sind und idealerweise die Vielfalt des Kiezes darstellen)

Neben dem Kennenlernen war ein wichtiger Bestandteil das entwickeln einer gemeinsamen Vision für den Schillerkiez. Jede*r Teilnehmer*in wurde gefragt:

“Stell Dir vor: Du Spazierst durch den idealen Schillerkiez der Zukunft. Was siehst/fühlst Du?” Die Antworten sollten nicht länger als 3 Sätze sein und es sollte nicht länger als 3 Minuten dauern.

Während unserer Treffen und Veranstaltungen haben wir die Visionen möglichst Vieler eingesammelt (aber wir wollen noch viel mehr!). Wir sind auch herum gewandert und haben einzelne Leute direkt angesprochen. Auf diese Weise haben wir fast 100 Visionen sammeln können.

Hier ein paar Auszüge.

  • Ich sehe viele Menschen, Kinder und Senioren, die gemeinsam in den Straßen, Grünflächen und Cafés sind. Ich höre schönes Murmeln, Musik, sehe lachende Gesichter, bunte Blumen, Bäume und rieche gute frische Luft. Ich fühle mich sicher und entspannt.
  • Ich fühle Wärme, denn ich sehe lachende Menschen. Ich fühle Empathie, denn ich sehe kleine Gesten der Hilfsbereitschaft. Ich fühle Entspannung, denn ich möchte mir Zeit nehmen und teilhaben ohne von Autolärm gestört zu werden.

Doch wie schafft man eine gemeinsame Vision aus all den individuellen Visionen?

Unsere Methode:

Durch Ableiten der Grundwerte&Prinzipien und Ideen&Ziele. Die Teilnehmer der runden und bunten Tische wurden gefragt die einzelnen Visionen zu lesen, um danach 2 Listen (Grundwerte&Prinzipien und Ideen&Ziele) zu erstellen.

Ganz natürlich hat sich so eine Pyramide gebildet. Sie stellt (ganz oben) die Grundwerte&Prinzipien dar, danach (untergeordnet) kommen die Ziele, diese lassen sich in kurz-, mittel, und langfristige Ziele einteilen. Als (unterste) Basis kommen die Projektideen, die helfen sollen, die Ziele zu erreichen, damit unsere Zukunft so wird wie in der Spitze (Grundwerte&Prinzipien) beschrieben. Wir nennen es die M-Pyramide, weil sie uns als Maßstab für dieses Jahr dienen soll.

Die M(aßstab)-Pyramide:

Die gemeinsame Vision


Wie sieht der ideale Kiez der Zukunft aus?

Grundwerte&Prinzipien

  • solidarisch
  • vielfältig
  • inklusiv
  • empathisch
  • respektvoll
  • liebevoll
  • familienfreundlich
  • “nachhaltig”, dh. kleinstmöglicher ökologischer Fußabdruck
  • interessiert, offen für Neues/ Anderes
  • diskussionsbereit

Wie?

  • durch persönliche Beziehungen
  • Gemeinsames Handeln
  • transparente Prozesse
    • fair*,
    • kollektiv^,
    • lern-fähig*^,

*das heißt gleiche Möglichkeiten und offen für alle. Keine bereits vorher bestimmten Präferenzen.

^ das heißt wir machen gemeinsame Entscheidungen und identifizieren uns miteinander

*^ das heißt wir sind bereit uns weiter zu entwickeln, aus Fehlern zu lernen

Schwerpunkte des gemeinsamen Handelns

Leben im Öffentlichen Raum Wirtschaft im Kiez
– erweitertes Wohnzimmer
– Maximierung des Grünraums
– essbare Pflanzen/
BäumeVerkehrskonzept
– Kleingewerbe unterstützen
– gemischtes Gewerbe
– Kreislaufwirtschaft, d.h. “Alles was man braucht im Kiez”

Was nun?

Als nächstes wollen wir unsere Vision malen lassen. Damit haben wir ein Bild im Kopf das unserer Vision entspricht. Es wird Plakate und unsere Website schmücken. Sobald das Bild fertig ist teilen wir Euch das natürlich mit.

Als nächster Schritt im Prozess ist das Schreiben des #schk-Manifest. Dafür finden wir uns 3 Mal in der Genezarethkirche am Herrfurthplatz ein.

Teil 1 : 07.03. 18.30-20.30

Teil 2 : 26.03. 18.30-20.30

Teil 3 : 11.04. 18.30-20.30